Winter Ade

Winter, so sagte man früher. Die nasse Zeit. Der Winter ist immer noch die kälteste unserer vier Jahreszeiten.
Und in 30 Tagen ist sie meteorologisch vorbei. Dann ist endlich Frühlingsanfang.
Die ersten kleinen grünen Halme und Blätter werden vorwitzig den Kopf aus der Erde strecken. Die garstigen kleinen braunen Schneehaufen werden verschwunden sein.
Split und Sand werden zusammen gekehrt, gereinigt und in den Sommerurlaub geschickt.
Am dritten Sonntag vor Ostern, Laetare, genau in der Hälfte der Fastenzeit, wird der Winter vertrieben. Die bösen Geister werden mit Feuer, Hexen und Teufeln verjagt.
Das würde mir Spaß machen.
Man könnte doch in einem Aufwasch noch so viel mehr böse Geister vertreiben.
Um mich vielleicht ein wenig moderner auszudrücken:
Diese Welt sollte endlich mal neu formatiert werden.
Alle Kriege beenden und seltsame Handlungen von seltsamen Regierenden ein für alle Mal unterbinden!
Keine Mauern und Stacheldrahtzäune mehr auf dieser Welt.
Friede auf Erden.

Ich gehe jetzt gleichmal meinen Besen klarmachen.

Aber auf jeden Fall wünsche ich uns allen bald etwas mehr Sonne.
UND:
Fruchtbarkeitsrituale sind völlig in Ordnung.

Das macht man in dieser Jahreszeit so .

 

Bis denne
Eure Jutta

 

 

 

 

 

 

 

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Gut gepöbelt ist halb gewonnen

Mit dem Wort „Pöbeln“ wird gewöhnlich ein Mangel an Kultur, Intelligenz, Stil und Feingefühl gemeint.
Daran schließt sich das Verb „(an)pöbeln“ an, worunter man allgemein ein ausgeprägt vulgäres “Anmachen” mit beleidigender Wirkung versteht.

Und dieses Pöbeln nimmt immer mehr zu.
Zumindest in den sozialen Netzwerken.
Aber das stimmt so nicht.
Dieses Pöbeln oder Anmachen gibt es schon immer.
Und vermutlich war es früher noch viel deftiger. Verfügen wir doch heute über einen ziemlich hohen Bildungsstandard im Gegensatz zum Mittelalter.
Facebook, Twitter und Co. gibt es erst seit gut zwölf bzw. zehn Jahren. Eine historisch kurze Zeit.
Niemals zuvor gab es die Möglichkeit seinen Frust so hinausposaunen zu können.
Niemals zuvor hatten Vereinigungen welcher Art auch immer die Möglichkeit sich derart schnell zu verbreiten. Und auch sich zu vermehren bzw. in rasender Geschwindigkeit an Popularität zu gewinnen.

Aber, das ist eigentlich gar nicht das, was ich meine.
Mein Problem sind die Kommentare und Antworten auf Beiträge mitunter in übelster Manier.
Schon bei den ersten Worten wird klar, das der Schreiber nicht den leisesten Schimmer hat, worüber er schreibt. Und das auch meist sehr fehlerhaft. Ja, ja ich weiß, man sollte in der Rechtschreibung einfach variabler sein.
Beim Lesen überfallen mich regelmäßig Fluchtgedanken. Und die Angst vor der Dunkelheit in den Herzen.
Nur ein paar lausige Worte und schon ist man auf 180.
“DIE PÖBLER” wollen das so.
Dann heißt ab jetzt die Devise: “Cool bleiben”.
Denn die Dunkelheit sitzt nicht in den Herzen, die sitzt in den Gehirnen.

Also einfach mal ganz ruhig bleiben und weiter scrollen.
Ich wünsche Euch allen einen schönen dritten Advent.

Bis denne

Eure Jutta

 

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Das Dorf – Der Winterschlaf

Der November geht ganz langsam zu Ende. Die Tage werden kürzer und das Licht weniger. Zeit sich zur Ruhe zu begeben. Genau so, wie die Natur es jedes Jahr macht und das schon seit ewigen Zeiten. Immer die gleichen Rituale.
So, wie in unserem kleinen Dorf. Das Licht wird weniger – ein guter Grund wieder einmal darüber zu diskutieren, warum denn noch nicht alle Straßen eine vernünftige Beleuchtung haben? Aber zahlen wolle man dafür nichts.
Auf einer Bürgerversammlung wurde gesagt, dass es hier Straßen gibt, die wesentlich dunkler sind als andere. Und dort sollte man erst anfangen und nicht in meiner Straße.
Ob diese Aussage einer Bürgerin einer Überprüfung standgehalten hätte?

Genauso, wie jedes Jahr, wird auch wieder über das Laub geredet. Ob es denn noch abgeholt wird und warum es einfach so auf der Straße liegt.
Also, es liegt einfach so auf der Straße, das macht es schon seit ewigen Zeiten und ob es abgeholt wird, das obliegt einzig der guten Organisation derjenigen, die dafür zuständig sind. Das wird schon und im Zweifelsfall kann man das doch auch verbotenerweise im Garten verbrennen.
Am besten untermalt durch ein Feuerwerk, denn das ist genauso untersagt. Aber wen kümmert das schon groß. Das sind doch alles ganz alte germanische Rituale.

Das mit dem Licht wird ja bald besser, denn “Allüberall auf den Tannenspitzen
seh ich goldene Lichtlein blitzen”*. Theodor Storm hat sich dieses Lichtspektakel zur Weihnachtszeit so bestimmt nicht träumen lassen. Diese Lichterketten kosten ja im Gegensatz zur Straßenbeleuchtung eigentlich nichts. So quasi gar nichts.
Aber egal.
Bald wird es auch wieder unseren Weihnachtsmarkt geben. Von 14.00 Uhr – 18.00 Uhr. Für satte vier Stunden werden Buden auf – und wieder abgebaut. An dieser Stelle fallen mir wieder die uralten Rituale ein……
Der Ablauf dieses Events lässt sich minutiös bestimmen. Alle Jahre wieder das Gleiche.
Da weiß man, was man hat.

Doch dann, wenn das alles vorüber ist, kehrt die Ruhe ein – hier in unserem Dorf.
Die Straßen liegen still und verlassen und sollte es tatsächlich einmal schneien, dann sind das stille, ruhige und verschneite Straßen. Da ist das Laub dann quasi gar nicht mehr zu sehen.
Ist doch gut, oder?

Bis denne

Eure Jutta
*Textzeile aus dem Gedicht “Knecht Ruprecht” von Theodor Storm.

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Du lächelst und die Welt verändert sich

Was ist Freundlichkeit? Das ist wohl eine diplomatische Art, die den Umgang mit unseren Mitmenschen bestimmt, ihnen liebenswürdig zu begegnen und ihnen Interesse entgegen zu bringen. Die Rücksicht, die man von seinen Mitmenschen erwartet, sollte man auch selber walten lassen.
So oder so ähnlich hätte das wohl der gute alte Aristoteles formuliert.
Aber wie funktioniert das derzeit bei uns?
Eher schlecht als recht, wie ich finde.

Vielleicht denken die meisten von uns, was passiert eigentlich, wenn ich einem anderen einen schönen Tag wünsche? Wird dieser Tag dann für diese Person wirklich besser? Nö, eher nicht.
Wir wünschen schönen Urlaub und drücken insgeheim die Daumen, dass es Dauerregen gibt am Urlaubsort. Sind wir so? Na, ja, nicht alle.
Es gibt natürlich Menschen, denen man am liebsten gar nicht erst begegnet. Aber, um die geht es nicht.
Es geht um das große MITEINANDER. Das ist fast gestorben.
Es wird geschubst und genörgelt, gestritten und getratscht.
Wenn man beim Einkaufen mal freundlich angesprochen und nicht zur Seite geschubst wird, ist man bass erstaunt. Man kommt ins Stottern, weil man die Höflichkeitsfloskeln schon fast verlernt hat.
Viele schauen ganz verbiestert in die Welt. Jetzt ist es November und alles ist grau.
Auch die Gesichter, in die ich schaue sind grau, verkniffen, manche fast böse.

Warum genießen die Menschen nicht, was sie haben? Warum wird nicht gelacht oder wenigstens gelächelt? Einfach mal von dem ganzen Genörgel ablassen und fröhlich in den Tag gehen.

Falls ich jetzt irgendwann von meinem Nachbarn angesprochen werden sollte:
“Hallo Jutta, wie geht es dir und ich wünsche dir einen tollen Tag”!
Vermutlich würde ich mich umdrehen, erstarren und wieder anfangen zu Stottern.

Einfach mal Lächeln, das kann verzaubern…..und die Welt ein ganz klein wenig verändern.

Bis denne

Eure Jutta

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Meine Meinung

Irgendwann gab es mal eine Meinungsumfrage.
Der Autor dieses Textes ist mir leider nicht bekannt. Er lautet in etwa so:

“Wir hätten gern ihre Meinung zur Lösung der Nahrungs – Knappheit im Rest der Welt gewusst? Diese Umfrage stellte sich als Riesenflop heraus.
In Afrika wussten die Teilnehmer nicht was “Nahrung” heißt.
In Westeuropa wusste man nicht was “Knappheit” heißt.
Die Chinesen wussten nicht was “Meinung” ist und der nahe Osten konnte mit dem Wort “Lösung” nichts anfangen.
In den USA wusste keiner etwas vom “Rest der Welt”.

Was ist denn nun eigentlich eine Meinung?

Die Definition im Rechtswörterbuch lautet in etwa so:

Eine Meinung ist eine Äußerung im Rahmen einer geistigen Auseinandersetzung, die die Elemente der Stellungnahme und des Dafürhaltens beinhalten.
Also hat jeder eine eigene Meinung und auch das Recht auf freie Meinungsäußerung.
Zu jedem Sachverhalt gibt es demnach Millionen von Meinungen.

So weit so gut.
Wenn jetzt jeder seine Meinung äußert und diese dem lieben Mitmenschen nicht passt, gibt es Gedränge.
Kennen wir alle. Ist nicht immer ganz angenehm. Okay.
Dann gibt es die, die ihren Mitmenschen ihre Meinung nahezu aufdrängen wollen.
Lästig.
Und die Meinungsmacher unter uns, natürlich auch sämtliche Medien. Die Meinung der Bildzeitung ist natürlich eine andere als die der Süddeutschen.
Ganz klar.
Im Laufe seines Lebens setzt man sich damit auseinander und lernt damit umzugehen.
Jeder auf seine Weise. Ist ja auch unser gutes Recht.

Zum Umgang miteinander gehört es, die gegensätzliche Meinung des anderen zur Kenntnis zu nehmen und zu respektieren.

Ein absolutes NO GO ist es aber, mit seiner Meinung hinterm Berg zu halten und dann, wenn alles entschieden ist, erst damit rauszurücken.
“So hätte ich das ja nicht gemacht”!

Na, herzlichen Glückwunsch auch.

Meine Meinung sage ich immer ganz ehrlich und offen.
Im Übrigen gibt es hier ja auch gar keine Berge hinter der ich meine Meinung verstecken könnte und wollte.

Machts gut Nachbarn.

Bis zur nächsten Geschichte.

Eure Jutta

 

 

 

 

 

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