Nehmen und gehen

Nehmen und gehen

Ich glaube, es gibt ganz viele Menschen die bringen hin und wieder etwas durcheinander. Wie zum Beispiel das Geben und das Nehmen. Viele nehmen und gehen.
Der eine oder andere sagt auch schon mal danke.

Diese Menschen merken gar nicht, was man alles für sie tut. Bis man damit aufhört!

Es gibt so viele Selbstverständlichkeiten, die wortlos hingenommen werden. Die Erwartungshaltung ist dabei aber immer ganz groß.
„Ich brauche mal schnell einen Text für eine Einladung“.“Oh, kannst du das Logo neu zeichnen“. „Ein paar coole Fotos wären gut. Bring doch deinen Fotoapparat mit“.
Und wenn man ganz ‚dreist‘ auf der Party ohne Fotoapparat erscheint, wird man schon schräg angeschaut.

Wer von anderen nur nimmt und nicht gibt, ist nicht besonders beliebt. Wer jedoch für andere alles macht, ist sehr schnell frustriert.

Auch das Ehrenamt hat es ganz schön in sich. Die Frustration ist die eine Seite, auch das Ansehen in der Gesellschaft ist sehr fragwürdig.
„Ach, du machst das ehrenamtlich“? Und da sind sie wieder, die nach oben schnellenden Augenbrauen. Damit kann man ja gar kein Geld verdienen.
Wie würden denn unseren unzähligen Vereine existieren, wenn das Ehrenamt nicht wäre?
Es gibt keine Schule ohne Förderverein. Das machen die Mitglieder alles in der Freizeit.
Kein Fußballverein könnte bestehen. Unser ganzes Gesellschaftssystem würde gnadenlos zusammenbrechen.
Nach dem Duschen auf ein Bier und dann heimgehen. Und wer bitteschön macht die Dusche dann sauber? Ach, die da. Das ist die, die bei uns im Verein die Umkleiden, Duschen und WCs putzt. „Die“ würde sich bestimmt auch mal über ein Bier freuen.

Ich wollte das einfach nur mal erwähnt haben.

Machts gut Nachbarn

Jutta