Ein Tag am Meer

Ein Tag am Meer

Nach dem letzten Regentropfen sind wir losgefahren.
Einfach schnell mal einen Tag am Meer verbringen.
Voller Sehnsucht spürten wir schon den Wind in den Haaren und den Sand zwischen den Zehen.
Weit weg ist das Meer nicht von Berlin. Ich rede von der Ostsee. Nach gut 2 1/2  Stunden Autofahrt ist man schon dort. Natürlich nur unter der Woche. Nicht am Wochenende oder gar zu Beginn der Ferien. Nein, es war der letzte Tag der Nebensaison. Oder Vorsaison, nein Zwischensaison. Egal, es war NICHT die Hauptsaison.
Um 10 Uhr waren wir bereits im Hotel angekommen. „Wie, jetzt einchecken? Und nur für eine Nacht“? So der Empfangschef.
Das war kein sehr freundlicher Empfang. Und der Parkplatz steht erst ab 15.00 Uhr zur Verfügung. Besser sie parken auf dem öffentlichen Parkplatz.
Draußen hing ein ganz großes Schild: „Zimmer frei“. Na, gut. Wir schauten uns an und dachten beide: Ach was, ist ja nur für eine Nacht. Los gehen wir an den Strand.

Wir drängelten uns über die Seebrücke, ergatterten zwei Espressi und fanden tatsächlich noch zwei schattige Sitzplätze. Für die Vorsaison waren dort unglaublich viele Leute. Dicht an dicht schoben wir uns weiter.

Aber dann machten wir uns auf den Weg direkt ans Meer, zogen die Schuhe aus und liefen einfach von den vielen Menschen fort.
Jetzt war es gut.
Es wurde immer ruhiger und da waren sie, der Wind und der Sand. Einfach schön.
Als es dann 15.00 Uhr wurde liefen wir zum Hotel zurück. Hier herrschte ebenfalls Hochbetrieb. Endlich das Zimmer. Von der Bettkante bis zur Zimmerwand bzw. Fenster waren es 26 cm. Das schweißt zusammen.
Wir schauten uns an und dachten beide: Ach was, ist ja nur für eine Nacht. Los gehen wir an den Strand. Wieder viele Menschen aber auch viele Möwen. Man braucht sie nur zu beobachten.

Und das Bier am Abend war unbeschreiblich lecker.

Von „Möwen und Menschen“, ein schöner Titel, oder?

Macht’s gut Nachbarn.

 

Jutta