Das Dorf – Der Winterschlaf

Der November geht ganz langsam zu Ende. Die Tage werden kürzer und das Licht weniger. Zeit sich zur Ruhe zu begeben. Genau so, wie die Natur es jedes Jahr macht und das schon seit ewigen Zeiten. Immer die gleichen Rituale.
So, wie in unserem kleinen Dorf. Das Licht wird weniger – ein guter Grund wieder einmal darüber zu diskutieren, warum denn noch nicht alle Straßen eine vernünftige Beleuchtung haben? Aber zahlen wolle man dafür nichts.
Auf einer Bürgerversammlung wurde gesagt, dass es hier Straßen gibt, die wesentlich dunkler sind als andere. Und dort sollte man erst anfangen und nicht in meiner Straße.
Ob diese Aussage einer Bürgerin einer Überprüfung standgehalten hätte?

Genauso, wie jedes Jahr, wird auch wieder über das Laub geredet. Ob es denn noch abgeholt wird und warum es einfach so auf der Straße liegt.
Also, es liegt einfach so auf der Straße, das macht es schon seit ewigen Zeiten und ob es abgeholt wird, das obliegt einzig der guten Organisation derjenigen, die dafür zuständig sind. Das wird schon und im Zweifelsfall kann man das doch auch verbotenerweise im Garten verbrennen.
Am besten untermalt durch ein Feuerwerk, denn das ist genauso untersagt. Aber wen kümmert das schon groß. Das sind doch alles ganz alte germanische Rituale.

Das mit dem Licht wird ja bald besser, denn „Allüberall auf den Tannenspitzen
seh ich goldene Lichtlein blitzen“*. Theodor Storm hat sich dieses Lichtspektakel zur Weihnachtszeit so bestimmt nicht träumen lassen. Diese Lichterketten kosten ja im Gegensatz zur Straßenbeleuchtung eigentlich nichts. So quasi gar nichts.
Aber egal.
Bald wird es auch wieder unseren Weihnachtsmarkt geben. Von 14.00 Uhr – 18.00 Uhr. Für satte vier Stunden werden Buden auf – und wieder abgebaut. An dieser Stelle fallen mir wieder die uralten Rituale ein……
Der Ablauf dieses Events lässt sich minutiös bestimmen. Alle Jahre wieder das Gleiche.
Da weiß man, was man hat.

Doch dann, wenn das alles vorüber ist, kehrt die Ruhe ein – hier in unserem Dorf.
Die Straßen liegen still und verlassen und sollte es tatsächlich einmal schneien, dann sind das stille, ruhige und verschneite Straßen. Da ist das Laub dann quasi gar nicht mehr zu sehen.
Ist doch gut, oder?

Bis denne

Eure Jutta
*Textzeile aus dem Gedicht „Knecht Ruprecht“ von Theodor Storm.

2 Kommentare

  • Huhuuuu meine liebe Jutta..Das liest sich wie „Alle Jahre wieder“ 😀 Also wie bei uns auch..Ich stelle mir nur gerade vor wie du,mit Mords-Geböller,dein Laub verbrennst,hihi..Dann wäre auch genug Licht da 😀 Und ich komme mit Glühbier zum zuschauen 😀 Ich hoffe jedenfalls,falls es denn mal schneit,wenigstens der Schnee geholt wird..Wenn Ruhe eingekehrt ist..Eine tolle Geschichte aus dem Leben wieder <3 Liebe Grüße an dich

    • Hier ist quasi überall. Immerfort die gleichen kleinen Streitereien und Unpässlichkeiten. Menschen müssen sich aneinander reiben, sonst wird das wohl langweilig.
      Ich schick Dir auch ganz liebe Grüße und ich ballere und verbrenne nicht. Viel zu viel Aufwand….